Dienstag, Tübingen. Jugendliche, die für besseren Unterricht und besseres Lernen auf die Straße gehen, hat es bei uns noch nie gegeben. Randalierer wie die, die sich aktuell an die SchülerInnenproteste dranhängen, wird es auch bei uns bald geben, wenn wir das Problem noch lange unter den großen, geduldigen Teppich kehren. Diese Jugendlichen sind aus historisch anderen Gründen frustriert – z.B. weil sie mit ihren Familien seit Jahrzehnten in Ghettos gepfercht werden, aus denen es auch in der 3. Generation kein Herauskommen gibt, unkontrollierbare No-go-Areas wie in Marseille und anderen franz. Großstädten. Sie plündern Geschäfte (zuerst übrigens die jüdischen!) und setzen
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Wunderschönen Guten Morgen
Love it – Im Dezember kommt Haddox 1. Album raus (vormals The Savants). Streaming und auf Vinyl!
WeiterlesenDa bin ich raus
Freitag, Tübingen. Die Genozid-Vokabel mantramäßig zu wiederholen, das erinnert an die Manipulationsmaßnahme „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, damit sie geglaubt wird“ (fälschlicherweise J. Goebbels zugeschrieben). Statt sich zu SprecherInnen für palästinensische Terrorgruppen aufzuschwingen, sollten gerade deutsche PolitikerInnen und deutsche Medien aktiv und ohne Wenn und Aber die Juden schützen, die hier leben und Nachkommen der wenigen Jüdinnen und Juden sind, die deutsche Nazis zum Glück nicht ermorden konnten. Eine echte Pro-Palästina-Bewegung müsste zwei Dinge einfordern: 1. Die vollständige Entfernung von Hamas. 2. Die vollständige Erziehung und De-Radikalisierung der palästinensischen Gesellschaft. Alles andere: Unglaubwürdig, unmoralisch, doppelbödig, Victim Blaming.
WeiterlesenBurning Sky
Donnerstag, Tübingen. Um diese Zeit arbeite ich am liebsten. Manchmal die ganze Nacht durch. Und dann den Himmel, diese Dramaqueen, feiern und mir einen SchokoKaffee zubereiten und den Tag erwarten ….
WeiterlesenPrognose
Sonntag, Lüneburg. Der Taxifahrer sagt mir, wovor er Angst hat. Dass die Dummen, Ungebildeten an die Regierung kommen und dann dumm, ohne Geist und Weitblick, regieren. Er ist Iraner, er weiß, wovon er spricht. Die in Sachsen-Anhalt werden sich jetzt zwei Jahre lang still verhalten, Grundgesetz-konform, und abwarten. Und wenn sie alle Landesregierungen übernommen haben, ihre Ziele durchstoßen. So seine Prognose. Ich sehe das irgendwie gelassener, mich erinnernd, wie hysterisch die Medien reagierten, als Ramelow Ministerpräsident von Thüringen wurde. Jetzt wird der Kommunismus eingeführt, Eigentümer werden enteignet, Bankkonten geplündert!, Panik und Schrecken, weil das ja ihre beste Disziplin ist, das
WeiterlesenAbhauen
Freitag, im Zug. Wie nett. Er blafft seine Frau auf Deutsch an, ich bekomme direkt alles mit. Sie redet auch Deutsch, aber besser als er, aber eigentlich redet sie gar nicht. Vielleicht haben sie unterschiedliche Muttersprachen, was ich nicht glaube. Eher glaube ich, dass sie familiär zusammengestellt worden sind: So, ihr gehört zusammen, große Hochzeit und das ganze Programm, wunderbar, und jetzt seid glücklich. Die Frau guckt so unglücklich, dass ich denke, sie weint gleich. Sie sitzt nicht neben ihrem Mann, sondern zwei Bänke vor ihm, in der Reihe neben mir. Er sitzt allein, breitbeinig über zwei Plätze, und findet das
WeiterlesenNächste Lesung Gummersbach
Lesung, Diskussion, Signierstunde: „Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten“ WANN: Samstag, 31.10.29 um 15 Uhr WO: Thalia Gummersbach Kaierstraße 20 51643 Gummersbach Ich freue mich auf einen lebendigen Austausch mit Dir und Euch!
WeiterlesenSüper Bücher
Mittwoch. Ich habe die Bestseller-Senkrechtstarterin Caroline Weil für mich entdeckt. Hatte zuerst Vorurteile, ich gebs zu, auch wegen ihrer Ponyfrisur (mea culpa). Die habe ich überwunden und freue mich allabendlich auf 1999 Meter über dem Meer. Ein weiblicher Roadmovie ohne zu viel politische Correctness und Gefälligkeit. Sehr erfreulich. Die Heldin erlebt nicht viel, aber was sie erlebt, filtert sie leicht und luftig durch ihre subjektive Brille, ohne oberflächlich zu sein. Wahl kultiviert einen Schreibstil, der vielleicht nach dem fünften, sechsten Roman öde werden könnte. 1999 Meter über dem Meer ist auch inhaltlich verdammt nah an Windstärke 17. Ich schätze aber,
WeiterlesenNo Vision – no Future
Montag. Seine letzte Rede zum 3. Oktober, dem Feiertag der Wiedervereinigung – nie mehr im Leben wird Bundespräsident Steinmeier diese Gelegenheit haben. Ich hatte eine Vision erwartet, wohin es mit Deutschland gehen könnte, eine gesamtdeutsche Vision, eine Aufgabe, die die alten und neuen Bundesländer gemeinsam anpacken. Dass er dazu aufrufen und Mut machen würde, das hätte ich mir gewünscht. Eine versöhnende, verständnisvolle, die Grenzen überschreitende, vereinende Rede, die wir nicht vergessen, die zu Herzen geht, die aufrüttelt. Ja, die aufrüttelt und vom Sofa scheucht und in die Hände klatschen oder spucken lässt. Und nicht dieses Gelaber von wegen bedrohte Demokratie und
WeiterlesenFeiern
Sonntag. Die Thüringer können feiern, und wir können das auch. Niemand sagt ab, auch nicht in letzter Sekunde, alle kommen mit Blumensträußen im Arm und liebevollen Geschenken für PM, das Geburtstagskind. Alle freuen sich an Essen und Trinken und an dem lauen Herbstabend auf der Terrasse mit Premiumblick auf die angestrahlte Wartburg. Politische Gespräche werden immer gerade noch rechtzeitig gestoppt, man kann ja den Tisch wechseln oder sich das Glas frisch auffüllen, und bis man zurück kommt, ist „Themawechsel“ (Jazek). Zum Abschied pinkelt einer in unseren Garten. Genauer: Vors Gartentor. Mir bleibt fast das Herz stehen. Da rödelt man zwei
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