Dienstag. Irgendwie ist dieser neue Krieg auch unser Krieg, das merkt man spätestens an der Tanksäule. Die Gespräche bleiben ergebnislos, die Preise steigen. Wie schön waren die Zeiten, als das billige Gas noch durch Nordstream 1 und 2 zischte und man sich keine großen Fragen stellte. Während Trump sich als Weltenretter stilisiert (ist das noch Selbstironie oder einfach irre?), machen die iranischen Häuptlinge keinen Hehl daraus, dass nur sie wissen, wo sie ihr angereichertes Uran versteckt halten. Die US- und israelischen Geheimdienste tappen im Dunkel, das macht sie in ihrer Wut zahnlos. Der Iran will nuklear aufrüsten, was im Westen,
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Glück
Samstag. Wenn das T.chen und das L.chen da sind, bin ich glücklich. Zwei Tage. Morgen bringe ich sie wieder zurück, aber daran denke ich jetzt noch nicht. Heute Ausflug, ihr Lachen, ihre lustigen Einfälle. Ich liebe sie, und sie lieben mich. So einfach ist das.
WeiterlesenPageturner
Donnerstag, Tübingen. Der neue Roman liegt seit kurzem bei einer Agentin. Bisher konnte ich alle meine 6 Bücher selbst unterbringen, doch die Acquise-Arbeit ist enorm, und über die Verbindungen eines Profis verfüge ich natürlich nicht. Nun bin ich sehr gespannt. Die Protagonistin tut Dinge, die jede Frau gerne mal tun würde, aber sich nicht traut. Meine Heldin traut sich: Sie überschreitet Grenzen. Sie stalkt ihren fremdgeherischen Mann, lässt ein gewisses Potential an Machtphantasien in sexuellen Aktionen zu, ihr Rachefeldzug ist manipulativ und skrupellos, denn letztlich will sie den Kerl zurück. Sie ist nicht ideologisch determiniert. Das macht die Sache spannend.
WeiterlesenDas Kleingedruckte in § 3
Ostermontag, Tübingen. Muss erst der ostdeutsche Rapper Finch einen darauf bringen? Bei dem neuen Wehrgesetz handelt es sich um einen unfassbaren, von militärisch-industriellen Interessen geleiteten Willkürakt gegenüber der Bevölkerung – gegen uns. Ja, offensichtlich muss er, und GsD hat Finch es getan. Denn Paragraph 3 des sog. Wehrdienstmodernisierungsgesetzes ist der Öffentlichkeit bisher vorenthalten geblieben, er gehört ins sog. Kleingedruckte: Alle Männer zwischen 17 und 45 Jahren dürfen sich nur noch über 3 Monate im Ausland aufhalten, wenn sie dafür die staatliche Genehmigung haben! Umgedreht: Wer als Mann länger als 3 Monate in Ausland will, muss sich dafür den Stempel holen.
WeiterlesenOstertanz
Ostersonntag. Mit PM zu den Puhdys, Peter Schilling und den Stones getanzt … was will ich mehr? Sogar für einen kleinen Skandal ist gesorgt, ein durchgeknallter Gast riskiert den Fastrausschmiss (Bräutigam Thomas: „Die Schlägerei war doch erst für Mitternacht geplant!“). Gutes Essen und viele Menschen in Feierlaune gestern Abend in der wunderschönen Phantasie. Ostdeutschland at its best.
WeiterlesenOsterfest – Friedensfest
Ostersonntag. In seiner Abschiedsrede am 17. Januar 1961 warnte der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower eindringlich vor dem wachsenden Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes. Eisnhower war selbst General. Wusste also, wovon er sprach. Er zielte auf die Allianz aus Rüstungsindustrie, Militär und Regierung. Diese könnte eine „unbefugte Macht“ entwickeln, die dem gesellschaftlichen Wohl schadet: Indem sie zu überhöhten Militärausgaben und unnötiger Kriegstreiberei führt. Und damit die Außenpolitik der USA zu stark beeinflusst. Gegen den militärisch-industriellen Komplex forderte Eisenhower ein Gleichgewicht, um dessen Einfluss zu kontrollieren.
WeiterlesenSocial Life
Freitag/Karfreitag. So eine angenehme Lesung vor einem so feinfühligen, lebendigen Publikum und darüber hinaus im Salon der phantastischen Reuter-Villa – davon träumt man! Gestern Abend, Gründonnerstag, durfte ich Lass uns über den Tod reden mit einem neuen Konzept vorstellen. Ich glaube, die Rechnung ist aufgegangen: Beiträge mit Tiefgang, und keiner hat sich keine Minute gelangweilt. Anschließend Geburtstagsfeier bei B. und A. K., wo mir leider trotz superfreundlicher Menschen und hervorragender Bewirtung die Augen fast zufielen, sodass wir uns schon kurz nach Mitternacht verabschiedet haben. Heute Mittag ruft meine Tübinger Freundin A. an, die über die Feiertage durch Thüringen reist. Spontan
WeiterlesenLeipziger Buchmesse
Leipziger Buchmesse – Marie Theres Relin – einer meiner 18 tollen ProtagonistInnen von „Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten“ mit meiner Verlegerin Annette Schüren Quelle: Marie Theres Relin
WeiterlesenMacht und Unterwerfung
Freitag. Er habe einen Degradierungsfetisch entwickelt, gesteht Christian Ulmen seiner Frau Coleen Fernandes. Dieser habe ihn dazu angetrieben, immer weiter zu machen mit pornografischen Videos und erotischen Fotos mit ihrem Konterfei und Telefonsex mit ihrer Stimme. Ulmen hat sich einen Krankheitsstempel verpasst. Ich glaube, unter dieser Krankheit leiden ziemlich viele Männer, und dazu brauchen sie nicht unbedingt das Internet. „Es macht ihn geil, mich zu erniedrigen und mich auf eine Art in meinem beruflichen Umfeld zu präsentieren, von der er wusste, dass ich sie schrecklich finden würde. Das gibt ihm ein Gefühl von Macht“, sagt Fernandes in einem am Donnerstagnachmittag
WeiterlesenFreudedusche
Dienstag. Heute ist was Schönes passiert. Mein Deutschkurs belagert die Bänke auf dem Johannisplatz, das ist Unterricht und nicht Freizeit. Thema Schilderung / Schreiben vor Ort: In die Situation reinhören, Eindrücke sammeln, sie später in eine sinnvolle Ordnung bringen. Wir hocken so in der morgendlichen Kälte beisammen und schauen uns um. Da kommt eine Frau vorbei, sieht mich / uns und zieht „Junge Texte aus Eisenach“ aus ihrer Tasche, das gibts nicht! Lacht und ruft, sie sei totaler Fan von dem Projekt, habe uns auch im Fernsehen gesehen und mache ständig Werbung für uns. WHAT? Direkt in den letzten Tagen habe
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